Tabletten
Unsere Tabletten sind zu 100% identisch mit den Granulaten, enthalten also ebenfalls
keine chemischen Zusatzstoffe. Als Bindemittel fungiert lediglich die natürliche
Pflanzenstärke. Der Nachteil, und je nachdem auch der Vorteil der Tabletten liegt
darin, dass bei der Einnahme die Geschmacksinformation über die Schleimhäute sehr
gering ausfällt. Es ist bekannt, dass Mittel, welche nur beschränkt oder gar nicht
über den Gaumen ein- bzw. wahrgenommen werden, um einiges weniger gut resorbiert
werden, als solche die mit der vollen Geschmacksinformation in die Verdauung gelangen.
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Flüssigkonzentrate
Vor einigen Jahren haben wir ins Auge gefasst, Flüssigkonzentrate ins Sortiment
aufzunehmen. Deren grosser Vorteil ist sicherlich die einfache und angenehme Einnahme.
Doch leider überwiegen die negativen Eigenschaften immer noch zu stark. Vor allem die
krasse Verschiebung des medizinischen Wirkbereiches, wenn die Wirkstoffe mit Alkohol
extrahiert werden, wiegt zu stark. Denn Alkohol löst andere Wirkstoffe aus einer
Pflanze als Wasser. Das Wissen der Chinesischen Heilmitteltherapie baut jedoch auf
der Wirkung des Dekoktes (Wasserauszug) oder der pulverisierten Drogen auf. Es kann
zwar vorkommen, dass bei einigen Pflanzen der Ethanolauszug ähnliche Wirkstoffe enthält
wie der Wasserauszug, doch die Wissenschaft ist noch weit davon entfernt, das
Zusammenspiel und die Bedeutung der einzelnen Wirksubstanzen zu entschlüsseln.
Man kann also weder abschätzen, noch definieren, wie die Alkoholextrakte wirken.
Zudem zerstört Alkohol natürliche Enzyme und Mikroorganismen, welche für den
Wirkmechanismus von eminenter Bedeutung sein können. Der jahrhundert alte
Erfahrungsschatz wäre also umsonst, man müsste wieder von vorne beginnen.
Ein weiterer entscheidender Nachteil ist, dass sich die meisten mineralischen und
tierischen Substanzen wie z. B. Cicadae, Periostracum (Chan Tui), Gypsum, Firbrosum
(Shi Gao), Ostreae, Conchae (Mu Li), Draconis, Os (Long Gu), etc. weder konzentrieren,
noch verflüssigen lassen.
Auch die geringe Haltbarkeit der Flüssigkonzentrate birgt ein Problem in sich,
welches nur durch die Zugabe von Konservierungsstoffen gelöst werden kann. Alkohol
ist wohl die sanfteste Variante, doch über längere Zeit eingenommen, bringt es eine
Vielzahl von beachtlichen Nebenwirkungen mit sich. Vor allem die narkotische Wirkung
aufs Zentralnervensystem und die Erweiterung der Hautgefässe sollten nicht unterschätzt
werden.
Das nachfolgende Dünnschichtchromatogramm (Aufnahme bei UV 366 nm - Entwicklung mit identischen
Laufmitteln) zeigt einen Wasser- und einen Alkoholauszug von "Angelica Sinensis,
Radix - Dang Gui" im Vergleich.
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