Zutaten für 1 Liter

  • Medizinische LiköreSchlangenbart-Likör
  • 150 g Schlangenbart - Mai Men Dong
  • Engelwurz-Likör:
  • 150 g Chinesische Engelwurz - Dang Gui
  • Dattel-Likör
  • 600 g Chinesische Dattel, Jujuba - Da Zao
  • 1 l Wodka
  • nach Belieben Honig

Zubereitung

Kräuter, Wodka und falls gewünscht bis zu 250 g Honig auf einen Liter Wodka in ein Glasgefäss geben. Dieses gut verschliessen und an einem kühlen, dunklen Ort einen Monat lang stehen lassen.
Nachdem der Alkohol die aktiven Wirkstoffe extrahiert hat, die Flüssigkeit absieben und den medizinischen Likör in eine Flasche umfüllen.

Weitere Informationen

Schlangenbart-Likör

 

3 x täglich 1-6 cl

 

Wirkung:
Tonisiert Nieren, Herz, Lunge und Gehirn, wirkt hustenlindernd bei Husten in Verbindung mit Yin-Mangel, lindert Asthma bei Mangelcharakertistik, kühlt das Feuer des Herzens

Engelwurz-Likör

3 x täglich 1-6 cl

Wirkung:

Stimuliert die Blutbildung, beseitigt Stagnierendes Blut, lindert Menstruationsstörungen und damit zusammenhängende Probleme, tonisiert Blutmangel

Dattel-Likör

3 x täglich 1-4 cl

Wirkung:

Tonisiert Yang-Qi, stimuliert die Blutbildung, fördert die Verdauung, tonisiert die Haut.

5 cl entspricht einem Teelöffel

Kolumne zum Rezept

Medizinischer Likör
Der Appenzeller-Alpenbitter ist bei uns bestens bekannt und wird oft als Verdauungshilfe eingenommen. Das Einlegen von Kräutern in Alkohol ist seit langer Zeit bekannt und wird in verschiedenen Kulturen praktiziert.
Der Alkohol dient als Träger und stimuliert gleichzeitig die Durchblutung. Womit schon klar ist, dass diese Variante der Kräutertherapie nicht unbedingt für Jedermann und zu jeder Zeit geeignet ist.
Traditionell trinkt man medizinische Liköre im Herbst und Winter, der Zeit des Tonisierens. Oft werden sie Patienten im mittleren oder vorgerücktem Alter empfohlen, wenn es darum geht Energiedefizite aufzufüllen. Für Menschen mit Leberproblemen und Hitzesymptomen ist von der Einnahme eines medizinischen Likörs, respektive von Alkohol allgemein, abzuraten.

Alkohol ist aus der chinesischen Sicht warm, süss und scharf, seine Wirkrichtung ist aufsteigend. Er ist Yang und wird den Elementen Erde und Metall zugeordnet. Er unterstützt Yang, tonisiert Qi und Blut, reguliert Qi, treibt Kälte aus, beseitigt Blutstagnationen, öffnet die Meridiane und fördert die Zirkulation.

Ein wenig ist gut, mehr ist aber nicht besser! Bei der Einnahmenmenge handelt es sich um höchstens einen Teelöffel = 5-6 cl pro Mal.

Quellenangabe: „Das Handbuch der chinesischen Ernährungslehre“ Dr. med. Bob Flaws / H. Lee Wolfe