Wenn Mineralien gekocht werden, geht das ins Wasser über, was das Löslichkeitsprodukt erlaubt. Wenn das Wasser gesättigt ist, kann nicht mehr gelöst werden: Beispiel: Ab einer bestimmten Menge können Sie keinen Zucker oder kein Salz mehr im Wasser lösen, weil dieses gesättigt ist. Der Rest findet sich als Satz auf dem Boden des Glases. Gleichzeitig werden Sie an diesem Beispiel auch verstehen, dass es keinen Unterschied macht, ob das Mineral als ganzer Brocken (Stein) oder in gemahlener Form (Pulver, Puder, Staub) ins Wasser gebracht wird.

In den Clinch kommen TCM-Therapeuten erst, wenn gefragt wird, ob die Meinung in der TCM sei, dass der Bodensatz auch getrunken werden soll oder nicht. Und darüber scheiden sich die Geister. Von ‚Nein' über ‚Ein bisschen' bis ‚Alles' hört man alles. ‚Nein' hört man am seltensten. Aber die restlichen Empfehlungen sind gummig. Nun spielt es nämlich sehr wohl eine Rolle, ob der ganze Stein gekocht wurde, oder ob das Produkt gemahlen zugegeben wurde. Niemand wird den ganzen Stein schlucken. Beim gemahlenen Gut kommt es nun auf die Feinheit des Korns darauf an. Je nachdem schwebt der Staub im Wasser und die eingenommene Menge ist gross.

Mineralien liegen bei Granulatherstellern in verschiedenen Formen vor: einige Hersteller granulieren das gemahlene Mineral, umhüllen also das Mineralstaubkorn mit einem Mantel von Stärke. Andere wiederum verkaufen in der Rubrik Mineralien nichts anderes als das lediglich gemahlene, reine Mineral.

Bei der Anwendung von Granulatmischungen muss berücksichtigt werden, dass in jedem Fall die volle Dosis eines Minerals geschluckt wird. Im Gegensatz dazu wird ja wohl bei einem Dekokt meistens ein ansehnlicher Teil des Minerals als Bodensatz zusammen mit den ausgekochten Kräutern nicht eingenommen.

Die Frage, wie Mineralien angewandt werden sollen, lässt sich wohl nur durch die klinische Anwendung erfahren.